Chau Doc

Im Norden des Mekong-Deltas, nahe der kambodschanischen Grenze, liegt die kleine Region Chau Doc mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt. Der Fluss Hau, ein Seitenarm des Mekong, prägt die grüne Landschaft etwa 250 km westlich von Ho-Chi-Minh-Stadt.

Auch wenn sie hauptsächlich von Touristen aufgesucht wird, die aus Kambodscha nach Vietnam reisen oder umgekehrt und die Chau Doc daher nur auf der Durchreise erleben, hinterlassen Landschaft und die Menschen doch bei vielen Besuchern bleibende Eindrücke.

Chau Doc

Chau Doc @iStockphoto/Robert Dodge

Chau Doc hat wie viele grenznahe Orte eine wechselhafte Geschichte. Das Reich von Funan lag hier, die Khmer hatten das Sagen, vor einigen Jahrhunderten übernahmen die Vietnamesen und auch im frühen Vietnamkrieg des 20. Jahrhunderts war der abgelegene Ort zumindest einmal im Zentrum des politischen Geschehens.

Heute werden aus Chau Doc Fischspezialitäten exportiert, außerdem ist die Stadt ein belebter Handelsplatz und praktizierter Buddhismus und Islam sind sehr präsent. Moscheen, Tempel, Kirchen und Pagoden, etwa der Phuoc Dien Tempel, der Chau Phu Tempel oder die Mubarak und die Chau Giang Moschee sind Ziele von Pilgern und Schulen der Cham, Khmer, Kinh und Hoa.

Viele Urlauber nutzen ihre sehr begrenzte Zeit in Chau Doc für Bootausflüge in die Umgebung, durch eine wundervoll friedliche Landschaft zu Fischfarmen, schwimmenden Häusern und zu den Märkten der Region.

Sehr populär ist auch der Besuch des wenige Kilometer von Chau Doc entfernt liegenden Sam Mountain, eher ein Hügel, aber eine Landmarke, die so auffällig ist, dass an seinen Flanken und zu seinen Füßen zahlreiche sakrale Orte errichtet wurden, deren Besuch sich lohnt. Man kann auch Unterkünfte am Berg mit einem phantastischen Überblick über die Landschaft mieten und dann die Zeit dazu nutzen, den Sam Mountain recht früh oder auch spät zu besteigen.
Wer über Land mit dem Bus aus Ho-Chi-Minh-Stadt anreist, benötigt etwa sechs Stunden, die ungefähr 150 km nach Phnom Penh in Kambodscha reisen die meisten Touristen mit dem Boot, was (Formalitäten an der Grenze nicht mit eingerechnet) etwa fünf Stunden dauert.

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