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Vietnam, ein aufregendes Vergnügen!

Unsere Lufthansa-Maschine landete um 17 Uhr Ortszeit am Flughafen Tan-Son-Nhat bei Ho-Chi-Minh-Stadt. Per Taxi fuhren wir zu unserem Hotel InterContinental Asiana. Wir gönnten uns im Hotelrestaurant ein leichtes Abendessen (gebratener Reis mit Gemüse) und legten uns bald danach ins Bett.

Zum Glück schlummerten wir gleich ein und konnten bis morgens durchschlafen, somit hatten wir so gut wie keinen Jetlag. Nach einem ausgiebigen Frühstück nahmen wir den Minibus zu den Tunneln von Củ Chi. Dort wurden uns mitten im Dschungel die Sprengfallen gezeigt, in welche die US-Soldaten im Vietnamkrieg oft genug hineinliefen (Hi hi!), und wir besichtigten das Tunnelsystem, welches die vietnamesischen Freiheitskämpfer benutzten, um zu entkommen und sich zu verstecken. Über 20.000 Menschen lebten in den 250 km langen und sehr kleinen Tunneln, und die Amerikaner waren mit ihrer ganzen Technik nicht in der Lage, das Tunnelsystem zu durchdringen oder zu vernichten, da es auf verschiedenen Ebenen gebaut wurde; die tiefsten Tunnel waren 12 Meter tief. Wir gingen durch ein für Touristen eigens angepasstes und verbreitertes Tunnelstück, was schon ziemlich klaustrophobisch war, aber kein Vergleich zu dem, was die Menschen im Krieg erleben mussten. Es war eine ziemlich interessante Tour, sogar mit der Möglichkeit, mit Maschinengewehren auf alte, rostige US-Panzer zu schießen. Das hat Spaß gemacht! Wir sind dann weiter mit dem Minibus zum Kriegsmuseum, das über die schrecklichen Taten informierte, die die US-Soldaten dem vietnamesischen Volk angetan hatten. Noch heute verursacht das Entlaubungsmittel „Agent Orange“ viele Missbildungen bei Neugeborenen. Wir bekamen eine riesige Wut auf den verdammten US-Imperialismus! Es wurden Zeitungsausschnitte von den Demonstrationen in aller Welt gezeigt, die alle ein Ende des Krieges forderten, und wir sahen lebensgroße Zellen, in denen die Gefangenen gehalten wurden. Wir verließen das Museum in einer ziemlich düsteren Stimmung und hatten keine große Lust mehr auf Sightseeing, also machten wir einfach einen zwanglosen Spaziergang zum Wiedervereinigungspalast, zur katholische Kirche, zum Opernhaus und zum Markt. Dort gab es so viele tolle Schnäppchen, dass wir uns sogar überlegten, ob wir uns nicht größere Koffer zulegen sollten! Es war Rushhour, als wir dort entlang liefen, und ich habe noch nie so viele Mopeds auf einmal gesehen! Dort war das normal, auch dass die Mopeds auf den Gehwegen herumfuhren, wenn die Straßen verstopft waren, so dass es kein Entrinnen vor ihnen gab, was aber ein durchaus fantastischer Anblick war!

Saigon bei Nacht

Saigon bei Nacht ©TK

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zum Mekong-Delta. Nach der vierstündigen Hinfahrt konnten wir gegen 12 Uhr mittags an Bord unseres Bootes gehen. Das Leben am Wasser ist kunterbunt, und wir schossen jede Menge faszinierender Fotos! Die Menschen dort lebten in Hausbooten, in deren unteren Hälften sie Fische züchteten. Wir sahen zahlreiche Langboote, die frische Litschis geladen hatten und viele Fähren mit Mopeds an Bord. Der Mekong ist ein unglaublich schöner Fluss! Mittagessen gab es in einem kleinen Schuppen am Fluss; dort wurden uns leckere Frühlingsrollen, gebratene Pangasius-Fische in scharfer Sauce, Geflügel mit Reis und frische Ananas serviert. Einfach köstlich! Wir entspannten uns in den Hängematten und schossen ein paar Bilder von den riesigen Schmetterlingen. Anschließend gingen wir über ein halbes Dutzend Holzstege, um uns niedliche Baby-Krokodile und eine Fischzucht anzuschauen. Wir besuchten dann eine Obstplantage, wo wir all die verschiedenen Obstbäumen zu sehen bekamen; dort bekamen wir Jasmintee und frische Drachenfrucht, Jackfrucht, Mangos und Grapefruits. Wahnsinnig lecker, und überhaupt kein Vergleich zu dem Import-Zeug bei Aldi! Dann war leider schon der Abend angebrochen, und wir mussten nach Ho-Chi-Minh-Stadt in unser Hotel zurückkehren. Wir verbrachten noch eine tolle Woche in Vietnam und flogen dann mit vielen Souvenirs und einigen Hundert Urlaubsfotos nach Berlin zurück.

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