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Tierbeobachtungen in Vietnam

Wenn aus einem der Dschungel unserer Erde in den letzten Jahren vermeldet wurde, dass Forscher eine bislang nicht von Fachleuten beschriebene Tierart aufgestöbert hätten, geschah dies erstaunlich oft in Vietnam. Aber auch wenn ein vom Aussterben bedrohte Tierart nicht mehr aufgefunden wird, findet das nicht selten in diesem Land statt. Die Kriege, Wilderei, Umweltverschmutzung, die Zerstörung einzigartiger Habitate, der wirtschaftliche Aufschwung haben in Vietnam für teilweise dramatische Verhältnisse gesorgt.

Dabei ist das Land so unendlich reich. Man spricht allein von 275 Säugetierarten und 850 Vogelarten, die hier in Deltagebieten, verschiedenen Waldarten, im Meer, zwischen Mangroven, im Gebirge, in zwei Klimazonen leben, es kommen viele Reptilien, Amphibien, Fische und unzählige Insektenarten hinzu. Durch die Eingriffe des Menschen sind beispielsweise der Mekong-Wels und der Irawadidelfin im Delta des Mekong nicht mehr zu finden und das Java-Nashorn ist in Vietnam schon mindestens zweimal ausgestorben.

Dem ungeheuerlichen Reichtum des Landes steht also ein Umgang mit der Natur gegenüber, der für zahlreiche Tierarten problematisch ist. Allerdings versucht der vietnamesische Staat, dem entgegenzusteuern, richtet seit Jahrzehnten Naturreservate ein, lässt internationale Wissenschaftler Projekte durchführen, muss gleichzeitig aber auch den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes gewährleisten.

Das Land ist voller Entdeckungen, der Besucher kann in den großen Parks seltene Tiere beobachten, aber auch die Shrimp-, Pangasius- und Krokodilfarmen des Mekong besuchen. Für westliche Besucher ist oft befremdlich, dass sowohl in den einen als auch in den anderen dort, wo sie für Touristen hergerichtet sind, auf die Unterhaltung gesetzt wird, wie wir sie aus Erlebnisparks kennen.

Affe in Vietnam

Affe in Vietnam @iStockphoto/Peter Clark

Ein wunderschöner Ort aber, der völlig unbeeindruckt davon mit allem strahlt, was er hat, ist der Nationalpark von Con Dao. Auf der kleinen Inselgruppe im südchinesischen Meer gibt es Seekühe, Meeresschildkröten und viele unvergessliche Eindrücke.

In anderen Parks Vietnams gibt es Flughunde, man kann Elefanten (eher keine frei lebenden) besichtigen, man kann dafür auf ihnen reiten und während man verschiedene Affen durchaus mal zu Gesicht bekommt, halten sich die großen Raubkatzen von Menschen so gut wie möglich versteckt. Das ist klug, wie ein Spaziergang über einen der vietnamesischen Märkte belegt.



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