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Caving – Höhlenklettern in Vietnam

Vietnam hat unzählige Höhlen, vor allen Dingen im Norden des Landes befinden sich große Teile der mehr als 60.000 Quadratkilometer Karstgebiet und da Caving bzw. Höhlenkletterei ein immer populärer werdender Sport ist und Vietnam sich touristisch zugleich weiterhin öffnet, warten hier, besonders im äußersten Nordwesten, um den Golf von Tonkin, zahlreiche spannende Höhlen auf ihre Entdeckung.

Ohnehin kommen dem Besucher in Vietnam immer wieder die enge Verbindung von Geschichte, Kultur und unterirdischem Erdreich in die Quere. An vielen Bergen des Landes sind Tempel und Pagoden in den Stein eingelassen und verdeutlichen die enge Verbindung von Mensch, Religion und Erde.

Auch der Vietnamkrieg hat seine Spuren unter der Erde hinterlassen. Im Kampf der großen Ideologien und gegen die kolonialen Besatzer haben vietnamesische Einheiten gigantische Tunnelsysteme geschaffen, die sowohl Schutz boten als auch Versorgungszwecken und strategischen Angriffen dienten.

Die berühmtesten sind die Tunnel von Cu Chi, die heute im Süden Vietnams, in der Nähe von Ho-Chi-Minh-Stadt besichtigt werden können. Caver sind aber eigentlich an natürlichen Höhlensystemen interessiert wie die Son-Doong-Höhle im Phonh Nha-Ke Bang Nationalpark südlich von Hanoi. Erst spät sind hier neue Höhlen mit einer Länge von 56 Kilometern, darunter die angeblich größte der Welt, gefunden worden.

Caving – Höhlenklettern

Caving – Höhlenklettern @iStockphoto/Ramil Iusupov

Ebenfalls im Süden Hanois liegt der Nationalpark Cuc Phuong in einer wunderschönen Gegend, die sowohl für Artenschützer als auch von Cavern von höchster Bedeutung ist. Zahlreiche Grotten und Felsentempel finden sich hier, außerdem die Höhle des prähistorischen Mannes, in der 1966 Hinterlassenschaften einer mehr als 7.500 Jahre alten Kultur entdeckt wurden.

Die Halong-Bucht mit ihren Kalksteingebilden hat ebenfalls spektakuläre Höhlen zu bieten. In der Hang Dau Go, der aus drei Höhlen bestehenden Höhle der hölzernen Pfähle soll Vietnams Nationalheld Tran Hung Dao die Verteidigung vor einfallenden Mongolen im 13. Jahrhundert vorbereitet haben.

Im Nordosten Vietnams, direkt auf der chinesischen Grenze, liegen die Ban-Gioc-Wasserfälle, die viertgrößten der Erde. Nicht weit davon entfernt liegen einige Höhlen, darunter die Höhle von Nguom Ngao, ein spektakuläres Beispiel für die Gestaltungsvielfalt der Unterwelt. Für Caver werden verschiedene Führungen angeboten, allerdings ist die Region auf vietnamesischer Seite noch nicht allzu gut touristisch erschlossen.

Da ist Thai Nguyen im Norden Hanois schon besser erreichbar. 40 Kilometer davon entfernt liegen die großen Höhlen von Phuong Hoang. Diese sind im 20. Jahrhundert als Lazarett und Depot verwendet worden, trotzdem sind sie in ihrer Ursprünglichkeit recht gut erhalten. Außerdem werden zwei der Höhlen bei richtigem Sonnenstand von dieser atemberaubend ausgeleuchtet.



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